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Schlierenbildung bei violett
- alustreifen
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Nun benötige ich ein violett und dort tritt nachfolgendes Problem auf.
Es bilden sich Farbunterschiede und Schlieren auf den Teilen .
Die Anordnung ist willkürlich und tritt auch nicht bei Jedem Teil auf. Manche Teile kommen gleichmäßig gefärbt aus dem Bad ( 60°C 20min ) das darauffolgende wiederum nicht.
Ich hab alles versucht - Teile vorgewässert ( dest. H2O) dann ins Farbbad, Teile trocken ins Farbbad , Teile während des färbens im Bad bewegt , Teile nur eingehängt und getaucht .... ich weiß nicht mehr weiter .
Bitte um Hilfe
Gruß
der Alustreifen
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- alustreifen
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ich habe nun weitere Teile gefärbt und das Fehlerbild weitet sich aus.
Von ein und demselben Teil ist die Vorderseite viel zu dunkel und die Rückseite gar nicht gefärbt.
Des Weiteren kommt bei jedem neuen Teil eine andere Farbintesität heraus obwohl Temperatur und Farbbaddauer bis auf +- 2° und +- 15 s gleich sind.
Liegt der Fehler schon beim eloxieren ?
Stellung des Teils zur Bleiplatte oder Kontaktfrage ?
Bei Tiefschwarz habe ich keine Probleme alles gleichmäßig in sich und jedes Teil gleich untereinander.
Nur violett klappt einfach nicht .........
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es wäre gut noch ein paar Parameter zu kennen (Stromstärke, Säurekonzentration, Temperatur des Säurebades).
Am Färben wird es wohl nicht liegen, eher an der Schichtbildung/Rücklösung derselben. Die Klemmung des Bleches sieht auch nicht sehr vertrauenerweckend aus. Du kannst probeweise den Streifen aus dem Bad herausschauen lassen und ausserhalb den Kontakt fest herstellen (Schraube).
Thomas
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- Christoph Drube
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Ja, ein paar weitere Parameter wären nicht schlecht, um Näheres sagen zu können.
60°C sind für Violett aber schon sehr warm. Das sollte erstmal auf 40°C reduziert werden.
Ansonsten würde ich auch auf die Klemmung selbst tippen. Das Kathodenblech dürfte als Ursache ausfallen - das ist so zwar nicht optimal, aber durchaus ok. Außerdem wären dann alle Teile gleich schlecht gefärbt.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks
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- chrischan
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das sieht aus, als wäre es ein verzinktes. ich weiß nicht wie gut zink und besonders oxidiertes zink leitet.
da kann man doch bestimmt mal den widerstand messen.
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- alustreifen
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hier die Eckdaten zu meinem Aufbau:
Eloxierbad
500ml dest. H2o + 500 ml Schwefelsäure 38% ( ATU )
Bleiblech 100x100mm mit Kabel zur Stromquelle fest verschraubt
Titandraht mit Kabel zur Stromquelle fest verschraubt (Zinkblech ist nur Träger)
Bauteil
65mm x 15 mm
2 Bauteile je Durchlauf
trocken, staub und fettfrei
Bad
Temperatur Säure +16 ° C bis + 19 °C
Stromstärke 0,58 A
Dauer 45 min
Säurekonzentration kann ich nicht messen Bad wurde frisch angesetzt
Klemmung
Die Bauteile werden fest auf dem Titandraht aufgeklemmt, also die sitzen wirklich richtig fest.
Spülung und Lagerung
Spülung mit dest. H2o
Lagerung trocken 24h bis Färben
Farbbad
Farbengemisch schwarz + violett
750 ml dest. H2o
Temperatur Bad 59°C – 60°C
Dauer 20 min
Soweit die Eckdaten
Wenn es an der Klemmung liegen sollte, erklärt sich für mich aber nicht das Bauteil im Bild „Ausreißer'. Wenns klemmt und der Strom fließt dann doch überall im Bauteil gleich - oder liege ich da falsch ?
Der letzte Test wurde mit Bauteilen gemacht, welche vor einbringen ins Farbbad 10 min mit dest. H2o gewässert und feucht ins Farbbad eingesetzt wurden.
Das Ergebnis ist schon etwas besser, aber die Teile in sich sind immernoch unterschiedlich.
Oder erwarte ich gar zuviel und bei dieser gewollt schwachen Einfärbung ist ein einheitlicheres Bild gar nicht erreichbar ?
Denn von der Intensität der Einfärbung (siehe Test 2) ist alles ok nur die Einheitlichkeit stimmt nicht.
Gruß Markus
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- alustreifen
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der Strom ist um das 4-fache zu hoch! Nächsten Versuch mit 150mA machen.
Welche Farben benutzt du? Das Tiefschwarz hier URL solltest du nicht mit anderen Farben mischen. Die Temperatur könnte, wie Hr. Drube schon schrieb, etwas niedriger sein.
Die Klemmung halte ich für nicht optimal weil das Blech um den Draht geklemmt ist, besser wäre umgekehrt. Aluminium ist weich und bringt nicht die Kraft an der Klemmstelle wie ein federharter Titandraht. Zudem fliesst es mit der Zeit, die Klemmung wird immer lockerer.
Hoffe ich konnte helfen.
Thomas
edit: Hab überlesen das du 2 Teile gleichzeitig anodisierst, dann natürlich 300mA.
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- alustreifen
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also wenn das Blech 6,5*1,5 cm und eine Vorder und Rückseite hat
komme ich auf 19,5cm² und bei 2 Streifen je Vorgang sind das 39cm²
Gemäß Vorgabe 100cm² zu 1,5A zu 45min komme ich bei meinen 2 Streifen auf 0,58A für 45min oder hab ich mich da vertan ?
Zur Klemmung da lockert sich nichts selbst nach 45 min eloxierzeit sitzen die Streifen noch bombenfest auf dem Draht die muß man aufbiegen um sie wieder abzubekommen.
Ich werde dennoch versuchen die Klemmung zu verbesern da muß ich noch etwas tüfteln. (vielleicht verschrauben mit ner Titanschraube im endgültigen Bauteil sind dann Bohrungen von 3mm drin dort müsste ich dannn ran )
Zur Farbe ich nehme genau dieses Tiefschwarz und das Violett aus dem Link. Wenn ich die nicht mischen darf na dann gute Nacht - Violett allein bringt den Farbton nicht, das hatte ich schon probiert.
Ich starte morgen mal noch einen Versuch mit niedrigerer Farbtemperatur - mal sehen was das wird.
Danke erstmal für deine Hinweise .
Gruß Markus
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du hast selbstverständlich recht, die Stromstärke passt. (Asche auf mein Haupt)
Zu der Farbe kann Hr. Drube vielleicht genaueres sagen. Ich glaube es ist ein Gemisch mehrerer Farben und deshalb nicht zum Verdünnen und Mischen mit anderen Farben geeignet.
Thomas
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- Christoph Drube
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mischen kann man Tiefschwarz und Violett, allerdings ist Tiefschwarz ein Mehrkomponentenfarbstoff und kann nur ganz oder gar nicht eingesetzt werden (aufgrund der unterschiedlich schnellen Aufziehzeiten). Ein vernünftiger Grauton oder eine Abdunklung ist damit nicht möglich bzw. führt (vermutlich) zu den obigen Ergebnissen.
Für eine Abdunklung eignet sich Grau.
Auf jeden Fall ist die Temperatur im Farbbad grenzwertig. Gerade bei Gemischen muss man 'langsamer' färben (also runter mit der Temperatur).
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks
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